Otto E. Rössler

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Otto E. Rössler

Otto E. Rössler wurde am 20. Mai 1940 in Berlin geboren, sein Vater ist Österreichischer, er hat eine humanistische hohe Schulbildung (griechisch-lateinischen Stil), studierte und hat ein Staatsexamen in Medizin (immunologische Dissertation, Dr. med. 1966)

Inhaltsverzeichnis

Kurzbiographie

Rössler wuchs in Tübingen auf und studierte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Humanmedizin. Er arbeitete am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen. Ab 1977 war er Professor am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie in Tübingen. Rössler ist maßgeblich an der Chaosforschung beteiligt gewesen, nach ihm ist der Rössler-Attraktor benannt.


1966 Postdoc, Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie, Seewiesen, Bayern. Die Zusammenarbeit mit Konrad Lorenz.

1969 Visiting Ernennung Award, Center for Theoretical Biology, State Universitry of New York at Buffalo, New York State. Die Zusammenarbeit mit Robert Rosen .

1969 Professor für Theoretische Biochemie an der Universität Tübingen.

1973 Habilitation ("Privat-Dozent") für Theoretische Biochemie, Universität Tübingen, 1976 Universität Docent (pragmatisierte).

1981 Visiting Professor of Mathematics, Guelph University, Kanada.

1983 Visiting Professor der Nonlinear Studies, Center for Nonlinear Studies der University of California, Los Alamos, New Mexico (nicht-militärische).

1992 Visiting Professor of Chemical Engineering, University of Virginia, Charlottesville, Virginia.

1993 Visiting Professor für Theoretische Physik, Universität Lyngby, Dänemark.

1994 Professor of Chemistry per Dekret.

1995 Visiting Professor of Complexity Research, Santa Fe Institute, New Mexico.

1995 Auszeichnung des "Systems Research Foundation" in Kanada.

Autor von etwa 300 wissenschaftliche Arbeiten zu: Biogenesis, deduktive Biologie, Ursprung der Sprache, differenzierbare Automaten, bakterielle Gehirn, chaotische Attraktoren, tropfender Wasserhahn, Herz Chaos (mit Reimara Rössler), hyperchaos, nirgends differenzierbar Attraktoren (mit Ichiro Tsuda), flare Attraktoren, Endophysik, Mikro Relativitätstheorie, platonische Computer, Mikro Konstruktivismus, rekursive Evolution limitology, Schnittstelle Theorie künstlicher Welten, die Hypertext-Enzyklopädie, Lampsakos Heimatstadt aller Personen, blind-sight Experimente in Physik, Welt-Change-Technologie.

Streit mit der Universität Tübingen

Seit 1988 streiten Rössler und seine Ehefrau mit der Universität Tübingen und dem Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg. Ursache sind Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Umfangs und Inhalts der akademischen Lehrverpflichtungen. Rössler und seine Frau verweigerten zeitweilig den Dienst an der Universität. Im Zuge der Auseinandersetzungen kam es zu Verurteilungen wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Als er disziplinarischen Maßnahmen ausgesetzt war, verglich Rössler seine Lage mit dem Leid der im Holocaust vernichteten europäischen Juden. Im August 2001 besprühte er die Aula der Universität Tübingen mit den Buchstaben P. U. T. ("Pogrom Universität Tübingen") und heftete sich einen gelben Judenstern an die Brust.[1]

Rösslers Kampf gegen das LHC

Rössler ist engagierter Gegner des Teilchenbeschleunigers LHC am CERN[2]. Mit Bezug auf die Allgemeine Relativitätstheorie behauptet er, dass die Folgen und Gefahren der im LHC geplanten Experimente, bei denen Protonen in dem 27 Kilometer langen, unterirdischen Röhrenring auf 99,9999991 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden und zusammenprallen, unvorhersehbar sind. Rössler zufolge könnten stabile und gefräßige Schwarze Löcher in Kleinformat entstehen, die sich ins Erdinnere verflüchtigen und von dort die gesamte Erde verschlucken.[3] Rössler bezeichnete im Juni 2008 den LHC-Start als das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte[4] und verbreitete seine Thesen u.a. auf der LHC-kritischen Website achtphasen.net.

Rösslers Thesen werden von Physikern, so auch Steven Hawking nicht bestätigt.

Als Folge der Experimente am LHC resultieren keine der Gefahrenszenarien, die Otto E. Rössler behauptet, aber weder wissenschaftlich korrekt darstellen noch verteidigen kann. Seine Schlussfolgerungen sind mehrfach und unabhängig voneinander als falsch und physikalisch unsinnig widerlegt worden.

Rössler reichte beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Klage gegen die Inbetriebnahme des LHC ein. Der damit verbundene Eilantrag wurde vom Gericht abgewiesen. Das Hauptsacheverfahren steht noch aus. Das deutsche Bundesverfassungsgericht lehnte die Annahme einer Verfassungsbeschwerde am 18. Februar 2010 ab.[5][6]

Weblinks

Quellennachweise

  1. http://www.relativ-kritisch.net/blog/allgemein/otto-e-rossler-entgleisungen-zum-9-november
  2. http://www.achtphasen.net/index.php/2010/11/09/p1858
  3. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34073/1.html
  4. http://www.20min.ch/news/story/24668213
  5. Bundesverfassungsgericht: Pressemitteilung Nr. 14/2010 vom 9. März 2010
  6. BVerfG, 2 BvR 2502/08 vom 18. Februar 2010
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