Halton Arp

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Halton Christian Arp ist ein amerikanischer Astronom und Kritiker des Standardmodells der Kosmologie.

Halton Arp absolvierte ein Studium bei Harlow Shapley an der Harvard University. Nach dem Abschluss als Bachelor of Arts (B.A.) im Jahr 1949 nahm Arp ein Doktorandenstudium am California Institute of Technology (Caltech) auf, das er im Jahr 1953 mit der Erlangung des Ph.D. beendete. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Carnegie Institution of Washington (CIW) arbeitete und forschte Harp als Astronom an den bedeutendsten Observatorien der Welt, am Mount Wilson Observatory und am Mount Palomar Observatory. Im 1955 wurde er Forschungsassistent an der Indiana University und ab 1957 gehörte er zum Personal des Mount Wilson Observatory und Mount Palomar Observatory, an denen er 28 Jahre lang tätig war.

Halton Arp hat für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 1960 erhielt er den Helen B. Warner Prize for Astronomy der American Astronomical Society (AAS). Im selben Jahr wurde Arp mit dem Newcomb Cleveland Prize der American Association for the Advancement of Science (AAAS) für seinen Vortrag The Stellar Content of Galaxies ausgezeichnet. Von 1981 bis 1983 war er Präsident der Astronomical Society of the Pacific (ASP). Im Jahr 1984 erhielt er den Alexander von Humboldt Senior Scientist Award.

Halton Arp hatte den Höhepunkt seiner Karriere mit seinem Atlas of Peculiar Galaxies, auch als Arp-Katalog bezeichnet, der 338 von Arp angefertigte photographische Aufnahmen irregulärer Galaxien umfasst und im Jahr 1966 durch Caltech veröffentlicht wurde. Während seine handwerklichen Fähigkeiten respektiert wurden, isolierte sich Harp mit seinen astrophysikalischen Interpretationen. Im Jahr 1981 wurde Halton Arp die Teleskopzeit am Mount Palomar Observatory entzogen. Seit 1983 wird Halton Arp als unbezahlter Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) in Garching geführt. Sein Umzug nach München wurde durch Rudolf Kippenhahn über ein Stipendium ermöglicht. Auch nach dem Ausscheiden Kippenhahns als Direktor des MPA im Jahr 1991 wird Arp am Institut gehalten.

Halton Arp zieht aus astronomischen Bildern von stark rotverschobenen Quasaren abweichende Konsequenzen. Da diese Himmelskörper durch Materiebrücken mit weniger rotverschobenen Galaxien verbunden seien, ist nach Arps Ansicht die kosmologische Deutung eines expandierenden Universums, das aus dem sogenannten Urknall (Big Bang) entstand, widerlegt. Halton Arp deutet die Rotverschiebungen der Galaxien mit Eigenschaften des Weltalls.

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